Samstag, 23. Februar 2008

HPZ entschuldigt sich bei Jakobsweg-Fans

Vor einiger Zeit machte ich mich in diesem Blog über Menschen lustig, die behaupten, die etwas über 700 Kilometer lange Wanderung von Saint-Jean-Pied-de-Port (zu Deutsch "heiliger Johannes Hafenfuß") nach Santiago de Compostela (zu Deutsch "heiliger Tiago vom Misthaufen") würde sie seelisch verändern.

Heute ist mir klar: Jede Wanderung verändert einen Menschen. Und je länger sie dauert, desto geringer wird der Weichei-Faktor. Diese Wanderung kann  aber auch in den Schweizer Bergen erfolgen, ohne Pilgerpass und ohne anschließenden Buch-Erfolg.

Denn wer mittels Pilgerstempel den anderen beweisen muss, dass er eine lange Wanderung hinter sich hat, der hat mit der spirituellen Entwicklung, die er behauptet, hinter sich zu haben, noch nicht einmal begonnen.

Also sorry, liebe Jakobsweg-Freaks. Es steht noch schlimmer um Euch als ich gedacht habe ;-)

Freitag, 22. Februar 2008

Hypnose-Tipp für Zahnärzte

Zahnärzte, die bereits eine Hypnose-Ausbildung absolviert haben, dürften von diesem DVD-Programm profitieren:

Christian Bittner, niedergelassener Zahnarzt in Salzgitter, vermittelt in diesem Workshop eine praxisbezogene Einführung in die Anwendung von Hypnose. Gut strukturiert und mit einer PowerPoint-Präsentation veranschaulicht, werden die Phänomene der Hypnose und die zentralen Arbeitsschritte vorgestellt.

Bittner gefällt mir persönlich auch aus folgenden Gründen:

  • Er geht mit dem Duzen fast genau so locker um wie ich
  • Er weiß, was seine Arbeit wert ist und ermuntert seine Teilnehmer dazu, nichts kostenlos zu machen. (Das einzige, was mich maßlos ankotzen würde, wäre, in diesem stieren Klassenzimmer ein Seminar besuchen zu müssen. Herr Bittner, schon mal was von einem schönen Seminar-Hotel gehört?)
  • Er plädiert im psychotherapeutischen Bereich für Vorauszahlung. Etwas, was auch ich seit Jahren tue. Und zwar, obschon die meisten Patientenvereinigungen sagen, das sei unseriös. Aber Bittner arbeitet immerhin für die Deutsche Gesellschaft für Hypnose, also scheint das mit der Vorauszahlung offiziell abgesegnet zu sein.
Warum Bittner mit Vorauszahlung gute Erfahrungen gemacht hat, und noch viel mehr, erfahrt Ihr im Video Zehn Schritte zum erfolgreichen Start in die Hypnose – heute erlernt, morgen genutzt, zu kaufen bei der Video-Cooperative Ruhr (www.vcr.de) Daselbst gibt es viele weitere Hypnose-Videos. Die meisten davon sind allerdings nur für ausgebildete Hypnotherapeuten zu empfehlen; alle anderen werden sich vermutlich langweilen, weil sie bloß "Bahnhof" verstehen.

Als kleiner Test mag vielleicht mein Gratis-Video Nonverbale Hypnose-Induktion gelten. Wer dieses 38minütige Video spannend findet, der wird auch den meisten VCR-Produktionen etwas abgewinnen können.

Donnerstag, 21. Februar 2008

Auch Uri Geller kann mit Histrionikern rechnen!

Möchte jemand das Rezept für eine spektakuläre TV-Show haben?

Nichts leichter als das! Versprecht den Leuten am Bildschirm, dass bei ihnen zu Hause unglaubliche Dinge geschehen werden. Ein paar Vorschläge:
  • Frauen werden von Außerirdischen geschwängert
  • Der Fernseher hebt ab wie eine Rakete
  • Der Esstisch beginnt zu tanzen
  • Die Oma bekommt innerhalb von drei Minuten einen Vollbart
  • Florian Silbereisen verschwindet aus Umweltschutzgründen freiwillig vom Bildschirm
  • Mario Barth bringt Menschen zum Lachen
Bei einer Million Zuschauern kann man, wenn man den Prävalenzzahlen in Sachen Persönlichkeitsstörungen trauen darf, mit mindestens 10000 Histrionikern rechnen, die bei der Sendeanstalt anrufen und bestätigen, dass ebensolches eingetroffen sei, nur damit sie ihre so dringend benötigte Portion Aufmerksamkeit bekommen. 
Ihr müsst dann nur noch etliche hunderttausend Idioten finden, die den Histrionikern das glauben. Aber das scheint, wie die Sendung "The Next Uri Geller" zeigt, das geringste Problem zu sein. Also, viel Erfolg bei "The Next Cash Cow"!

Können Show-Hypnotiseure nur mit Hysterikern?

Wer meine überarbeitete Geschichte der Hypnose studiert hat, der weiß, dass der berühmte Neurologe Jean-Martin Charcot (1825-1893) der Meinung war, Hypnose sei ein krankhaftes Phänomen und funktioniere nur bei Hysterikern.

Hysterie ist ein Krankheitsbild, das damals noch sehr weit verbreitet war. Die feinen Damen der Gesellschaft übertrumpften sich gegenseitig, was hysterische Krampfanfälle, hysterische Lähmungen und hysterische Wahrnehmungsstörungen (Blindheit, Taubheit etc.) anging.

Der Begriff "Hysterie" wurde in der modernen internationalen Klassifikation (ICD) fallen gelassen. Zum einen, weil "Hysterie" im Volksmund einen stigmatisierenden Beigeschmack hat, zum anderen weil das damalige Krankheitsbild heute klarer beschrieben werden kann. Teile der früheren Hysterie finden wir im ICD unter
  • dissoziativer Störung (hysterische Blindheit heißt heute dissoziative Wahrnehmungsstörung, hysterische Lähmung dissoziative Bewegungsstörung, und ein hysterischer Krampf ist ein dissoziativer Krampfanfall)
  • histrionischer Persönlichkeitsstörung (damit ist vor allem das theatralische Auftreten ohne echt empfundene Gefühle, das manische "Sich-in-den-Mittelpunkt-Stellen" und die übermäßige Suggestibilität des früheren Hysterikers gemeint)
Heute weiß man natürlich, dass Charcot unrecht hatte: Hypnose funktioniert nicht nur bei Hysterikern. Charcots gravierende Fehlannahme kam daher, dass er eben immer nur mit Hysterikerinnen gearbeitet hatte und gar nie versuchte, gesunde Menschen zu hypnotisieren.

Ich möchte jedoch heute folgende provokative Frage stellen: Könnte es sein, dass Show-Hypnose nur mit Histrionikern oder zumindest histrionisch angehauchten Menschen funktioniert. Wie anders soll man sich sonst erklären, dass der Show-Hypnotiseur nur mit etwa 20 Prozent seiner Zuschauer erfolgreich arbeiten kann, wogegen der Hypnotherapeut mit mindestens 95 Prozent seiner Patienten problemlos die meisten hypnotischen Phänomene zu produzieren imstande ist?

Montag, 18. Februar 2008

Wie man Windows Vista installiert... Witzle zum Wochenbeginn

 

Auch wer nicht Englisch kann, sollte die Anleitung verstehen... und ernst nehmen!

Samstag, 16. Februar 2008

Thema Gewichtskontrolle... Power-Podcast Nr. 45 ist online!

In Power-Podcast Nr. 45 unterhalte ich mich eine Stunde lang mit dem Heilpraktiker Hanspeter Eberle Freihoff und der Physiotherapeutin und Ernährungsberaterin Ingrid Freihoff von der Firma Chisana in Küsnacht am Zürichsee zum Thema "Metabolic Balance". Metabolic Balance ist ein Programm zur Gewichtskontrolle, das den Ernährungsplan mit Hilfe des individuellen Stoffwechsels des Patienten bestimmt.
Meine beiden Interviewpartner sind zertifizierte Berater für Metabolic Balance und liefern interessante Hintergrund-Fakten für Patienten und Therapeuten. Ausserdem erfährt man Interessantes zu den Themen NLP, Hypnose und Radiästhesie.

Jetzt gleich reinhören!

Hier ist die Anleitung für das Gratis-Abo des HPZ-Power-Podcasts mittels iTunes
Hier das vollständige Verzeichnis der HPZ-Power-Podcasts
Und hier direkt der Power-Podcast Nr. 45 für Leute, die sich nicht mit Technik herumschlagen möchten. Einmal klicken, und der Computer spricht...

Donnerstag, 14. Februar 2008

Wo können Männer eigentlich lernen, Mann zu sein?

Wo lernen wir Männer eigentlich, Mann zu sein? Dieser und vielen anderen spannenden Fragen geht das Buch Männerseelen des Diplompsychologen Björn Süfke nach.

Die Frage ist berechtigt, denn in unserer Kultur wächst der Junge in einer weiblichen Umgebung auf. Der "erwachsene" Mann wird im Klischee-Fall nach Feierabend als müder Krieger erlebt, der möglichst seine Ruhe haben möchte. Im besten Fall spielt der Vater noch die Rolle des "gutgelaunten Event-Managers" am Wochenende, und fertig ist das männliche Vorbild.  

Genügt das, um das Mann-Sein zu lernen? Natürlich bei weitem nicht. Der Mann von heute soll erfolgreich und risikofreudig sein und sich durchsetzen können. Und wenn die Frau Lust hat, soll er seine Schaufel beiseite legen und mit ihr bei einem Latte macchiato über Gefühle diskutieren.

Alles nicht ganz einfach, wie die steigenden Scheidungsraten bezeugen können. Und was viele Frauen nicht bedenken: Wenn der Mann mit den Gefühlen der Frau scheinbar nicht umgehen kann, liegt es nicht daran, dass er sich nicht für das Weibliche interessiert. Im Gegenteil, das Weibliche fasziniert ihn und macht ihm gleichzeitig Angst. Nur darf er seine Angst in der traditionellen Rolle nicht zeigen, weil sonst die Sicherheit der Familie gefährdet ist.

Das Buch ist für Männer UND Frauen lesenswert. Denn so wie es aussieht, wird es auf diesem Planeten noch eine Weile beide Geschlechter geben. Und vor allem: Die Frauen sind unsere Erzieherinnen und sollten wenigstens der Spur nach wissen, wie wir ticken, oder?

Übrigens bilde ich mir ein, an meinen Seminaren etliche Vollblut-Männer getroffen zu haben. Gemeint ist damit natürlich nicht ein "fertiges Produkt", sondern ein Mann, der sich seiner Aggression (aggredere bedeutet heranschreiten) bewusst ist, sie dosiert und verantwortungsbewussst einsetzt, sich aber auch immer wieder seinen Ängsten stellt nach dem Motto "Wo die Angst ist, da geht's lang!"

Mittwoch, 6. Februar 2008

Neue Homepage Institut für Klinische Hypnose

Immer wenn mir ein Webmaster schreibt, meine Homepage sei grafisch zu wenig ansprechend, schreibe ich zurück: 
"Schicken Sie mir Ihre Geschäftszahlen; ich schicke Ihnen meine, und wer die besseren Zahlen hat, darf den anderen belehren."
Meistens herrscht dann Funkstille...

Dennoch habe ich jetzt mal einen Versuch gewagt mit meiner Zweit-Homepage.
www.hypnose-ausbildung.ch habe ich mit Hilfe des Mac-Programms iWeb vollständig überarbeitet, so dass jetzt auch die Grafiker aufhören können zu weinen.
Ich werde Euch via Power-Letter auf dem Laufenden halten, inwiefern sich diese Änderung in Sachen Marketing auswirkt. Die Homepage www.hpz.com bleibt erst mal so, wie sie war. Denn warum soll man etwas ändern, was tadellos funktioniert!

Dienstag, 5. Februar 2008

Neu: Video "Hypnotische Sprachmuster im Internet-Auftritt"


37 aufschlussreiche Gratis-Minuten aus dem Online-Studium "Internet-Power". Viel Spass!

Montag, 4. Februar 2008

Hypnose-Geschichte jetzt als Movie bei Google downloaden!

Meine Geschichte der Hypnose ist jetzt auch bei Google-Video erhältlich. Der Vorteil gegenüber Youtube: Man kann es auch herunterladen für iPod oder iPhone.

Das Video ist vor allem als Hörspiel gedacht; die Schrift wird man nicht lesen können. Dafür geht man am besten auf das Skript und druckt es aus:

Freitag, 1. Februar 2008

HPZ hat eigenen Youtube-Fernsehkanal

Bis vor kurzem dachte ich noch, es genüge, wenn man bei Google-Video präsent sei. Doch das iPhone von Apple und auch der neue iPod touch können keine Google-Videos wiedergeben, verfügen jedoch über ein eigenes Youtube-Programm.

Also habe ich bei Youtube einen Antrag auf einen Director's Account gestellt, und hier ist ist mein eigener Video-Kanal, auf dem Ihr in Zukunft all meine Videos sehen könnt:

Endlich läuft mal was Gscheites im Fernsehen! ;-)