Montag, 29. Oktober 2007

74 Seiten Gratis-Lektüre: Best of Power-Letter!


Es gibt ja schon etliche "Best of Power-Letter" (siehe www.hpz.com/letterindex.html)

Die neueste Ausgabe heisst Best of Power-Letter 111 bis 120 und ist hier als 74seitiges PDF gratis runterzuladen.


Wie immer habe ich mir die Mühe genommen, sämtliche Links zu aktualisieren, und wenn man den vielen Zuschriften glauben darf, gibt es auch in den Letters von April bis Dezember 2006 einiges, was man gerne nochmals nachlesen möchte.


Viel Spass bei der Lektüre!

Freitag, 26. Oktober 2007

Gefährliche Krankheit entdeckt: Die Undmehritis!

"Hairstyling... und mehr" steht an einem Coiffeur-Salon irgendwo im Kanton Zug.

Pardon, darf man in Deutschland Coiffeur sagen? Ich glaube schon, oder? Der Unterschied zwischen einem Coiffeur und einem Friseur wird dort zur Zeit etwa 30 Euro betragen. Der Hairstylist ist noch etwas teurer, dafür trägt er selbst eine Frisur, die sich noch selbständiger gebärdet als der Stylist selbst.

Aber eigentlich wollte ich über dieses "und mehr" berichten. Oder besser: Ich wollte fragen, was es bedeutet. Etwa, dass im Hinterzimmer des Coiffeurs sexuelle Dienste angeboten werden? Möchte ich lieber nicht, denn wenn es dort auch so nach L'Oréal stinkt, ist meine Appetenz im Eimer.

Was wird wohl der Texter bieten, der "Texte... und mehr" verspricht? Will er sich damit die Option offenhalten, mit Fensterputzmitteln, Magnet-Schuhsohlen und Nahrungsergänzungsmitteln zu handeln? Oder will er einfach ausdrücken, dass er zwar texten, aber nicht redigieren kann, und dass man daher immer mehr Text von ihm bekommt als bestellt?

Kurz und gut: Die Undmehritis breitet sich geradezu epidemisch aus. "Nähzeug... und mehr", "Kaffee... und mehr", "Bettwäsche... und mehr". Die Phantasie des Lesers wird aufs Äusserste strapaziert. Wenn Ihr das nächste Mal in so einem Laden enttäuscht feststellen müsst, dass Ihr nicht mehr, sondern weniger bekommen habt, dann sagt doch einfach zum Besitzer: "Sie sind ein Trottelchen... und mehr!"

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Ist Hypnose "nur" Verbal-Radionik?

In meinem letzten Post habe ich das grosse Handbuch der Hypnose von Werner Meinhold erwähnt. Meinhold stellt in der Neu-Auflage eine interessante These zur Diskussion:

Er fragt sich, ob Hypnose nicht mehr sei als "nur" eine Interaktion auf der Basis von verbalen, optischen oder kinästhetischen Suggestionen. Die Tatsache nämlich, dass mittels Hypnose bestimmte Abwehrstoffe im Blut augenblicklich zunehmen, kann chemisch-physikalisch nicht erklärt werden, sondern bestenfalls mit der neueren Theorie der Zwillingsphotonen, die auch von einigen Experten als Erklärungsmodell für die verblüffenden Wirkungen der Radionik bemüht wird.

An meinen Hypnose-Seminaren habe ich immer schon grossen Wert darauf gelegt, dass jemand das Prinzip der Hypnose in erster Linie aus energetischer Sicht begreift. Ein reines Herunterleiern von Verbal-Suggestionen bewirkt zwar, wie die weit verbreiteten Silva-Kurse zeigen, auch etwas, wird aber dem wirklichen Wesen von Hypnose nicht gerecht.

Der Radionik- und Bioresonanz-Forscher Hermann Grösser sprach bei einem Besuch in meinem Institut von der Akupunktur als "Nadel-Radionik", weil er der Meinung ist, dass nicht das Durchstechen der Haut an bestimmten Stellen die heilende Wirkung entfalte, sondern das Ritual, das der Akupunkteur ausübe, und das auf einer Ebene wirke, die wir zur Zeit mangels solider wissenschaftlicher Erklärungsmöglichkeiten nur mit "Geistheilung" bezeichnen könnten. Genau so könne man auch die Tatsache erklären, dass es einen grossen Unterschied ausmache, welcher Arzt mir ein chemisches Präparat aushändige. Oder mit anderen Worten: Aspirin ist nicht gleich Aspirin; es kommt darauf an, wer es mir verschreibt.

Konsequenterweise müsste man also auch sagen: Hypnose ist Verbal-Radionik, und es kommt in erster Linie auf den energetischen Faktor an. Allerdings gilt, wie bei der Radionik auch, der Grundsatz: Das Ritual muss peinlich genau eingehalten werden, damit sich diese energetische Wirkung entfaltet. Sprich: Es braucht eine fundierte Ausbildung, genau wie bei jedem anderen Heil-Ritual.

Montag, 22. Oktober 2007

Das beste Hypnose-Buch überhaupt


Auf meinem Nachttisch (genauer: auf dem Klo, aber ich finde, Nachttisch klingt besser) liegt mal wieder das grosse Handbuch der Hypnose aus der Feder des Münchner Heilpraktikers Werner J. Meinhold.

Die überarbeitete Auflage kam Mitte 2006 heraus, und für mich ist das nach wie vor das mit Abstand beste Hypnose-Buch, weil Meinhold eben ein echter Wissenschaftler ist. Im Gegensatz etwa zu Walter Bongartz von der Uni Konstanz, der gewisse Phänomene ausschliesst, weil er sie noch nie beobachtet hat (man könnte auch sagen, weil sie nicht sein dürfen, wird er sie auch nie beobachten), beschreibt Meinhold das ganze Gebiet der Hypnose.

Wer sich für Hypnose interessiert, kommt um dieses Buch nicht herum. Punkt.

Dienstag, 9. Oktober 2007

Knallköpfe bleiben auch nach dem Jakobsweg Knallköpfe!

Na, wer sagt's denn? Kaum habe ich meinen Rundumschlag gegen die Jakobswegomanie veröffentlicht, kündigt der Fernsehsender PRO7 die nächste grosse Show an: Das grosse Promi-Pilgern auf dem Jakobsweg.

Wobei man natürlich, wie schon beim legendären Dschungel-Camp, mit dem Wort Promi etwas vorsichtig sein sollte. Korrekt wäre: "C-Promis, die zu B-Promis aufsteigen möchten und sich für jeden Scheiss kaufen lassen."

Harald Schmidt hat ja schon vorgeschlagen, dass man da noch etwas kreativer sein und den "Promi-Scheiterhaufen" ins Leben rufen könnte. Wetten, dass sich auch hier ein paar C-Promis finden würden? Oder wie wär's mit einer Kreuzigung am Ende des Jakobswegs, in Santiago de Compostela? Steckt übrigens nicht schon in diesem Ortsnamen die Information, dass dieses Jakobsweg-Theater ein grosser Misthaufen ist?

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Wer den Jakobsweg braucht, um etwas zu begreifen, der kann gleich zu Hause bleiben!

Ich schätze ja Hape Kerkeling als Comedian sehr, und das liegt nicht nur daran, dass er den gleichen Vornamen hat und genau so sprachbegabt ist wie ich. Aber mit seinem Buch "Ich bin dann mal weg" hat er eine Entwicklung in Gang gesetzt, die ich, im Gegensatz zu nordfinnischen Sozialarbeiterinnen und süddeutschen Buchhändler-Gattinnen, sehr skeptisch betrachte:

In letzter Zeit hat nämlich jeder Knallkopf das Gefühl, er müsse den Jakobsweg gehen oder zumindest mit seinem Mountain Bike inklusive Radler-Presswursthosen befahren.


Wer ebenfalls mit dem Jakobsweg liebäugelt, sollte sich meine Fragen dazu anhören. Möglicherweise kann er dann nämlich zu Hause bleiben... oder seinen Urlaub in einer schöneren Gegend verbringen.
  1. Bist Du sicher, dass Du den Jakobsweg brauchst, um Gott zu finden? Wäre es nicht ein Zeichen von Erleuchtung, wenn Du Gott überall sehen könntest?
  2. Was haben lausige Pilger-Herbergen, was ein Luxushotel nicht hat? Ausser Schimmelpilz an den Wänden und Fusspilz in der Dusche, meine ich. Oder anders gefragt: Was bist Du für ein Mensch, wenn man Dich mit drittklassigen Unterkünften demütigen muss, bevor Du etwas begreifst?
  3. Wenn es Dir nur ums Pilgern geht, warum verzichtest Du dann nicht auf Deinen Pilger-Ausweis oder wählst sogar eine schönere Gegend für Deine Wanderungen? Die Blasen an den Füssen bleiben übrigens die gleichen.
  4. Wo ist der heilige Jakob heute? Und was hat es ihm gebracht?
  5. Wie erleuchtet müssen die Souvenir-Verkäufer wohl sein, die jeden Tag in der Energie des Heiligen Jakob baden?
Wer diesen Blog-Eintrag blöd findet, der soll den Scheiss-Jakobsweg gehen und mich in Ruhe lassen.