Sonntag, 25. März 2007

Hoffnung für die deutsche Sprache!

Was haben diese Sätze gemeinsam?

  • Angela Merkel traf den US-Präsident
  • Roy Horn wurde mit Drogen ins künstliche Koma versetzt
  • Die Schäden des 11. September
  • Das macht Sinn
  • Ich erinnere das nicht
  • Ich würde können, wenn ich wollen würde
  • Nur für Gäste vom Hotel Bahnhof
Richtig, sie klingen alle Deutsch, sind es aber nicht. Wie oft habe ich mich schon über nachlässige Journalisten geärgert (glaubt mir, es gibt mehr nachlässige als sorgfältige).

Doch in Zukunft kann ich mir sämtliche Leserbriefe sparen und den Redaktionen einfach dieses Buch schenken: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod von SPIEGEL-Online-Redakteur Bastian Sick. Wer hätte gedacht, dass ein Buch über korrekte deutsche Sprache sogar in den Bestseller-Listen landet! Da besteht doch Hoffung, findet Ihr nicht auch?

Aufgrund der Verkaufszahlen dieses Werkes gehe ich also davon aus, dass die Lektüre nicht nur mir altem Germanisten Spass gemacht hat. Übrigens... es gibt schon zwei Folgebände und natürlich auch Hörbücher. Als solche habe ich mir Band 1 und 2 gestern und heute auf der Skipiste reingezogen. Uuups, reingezogen würde wohl bei Sick auch nicht gerade als feines Deutsch durchgehen.

Die Sätze oben müssen übrigens korrekt heissen:
  • Angela Merkel traf den US-Präsidenten
  • Roy Horn wurde mit Medikamenten ins künstliche Koma versetzt (Drugs sind im Englischen erst einmal einfach Medikamente, und ich frage mich, warum man in den Redaktionsstuben immer den grössten Englisch-Stümper die Übersetzungen erledigen lässt. Das macht keinen Sinn, ähmmm, das ergibt keinen Sinn!)
  • Die Schäden des 11. Septembers
  • Das ergibt Sinn
  • Ich erinnere mich nicht daran (Auch hier: Nur weil die Amis bei Fragen nach Affären im Oval Office sagen "I dont't remember", gibt uns das nicht das Recht, ein Reflexivpronomen zu killen, ähmmm zu töten)
  • Ich könnte, wenn ich wollte
  • Nur für Gäste des Hotels Bahnhof (eben: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod)

Freitag, 23. März 2007

Volksmusik ist mehr als nur Geschmackssache

Mein Blog-Artikel Priklopil und der Musikantenstadl hat bekanntlich in anderen Blogs für Gesprächsstoff gesorgt. Die Kommentare reichten von "der Zimmermann ist eine arme Wutz" über "super-provokativ" zu "Musik ist Geschmackssache".

Letzteres möchte ich nicht unkommentiert lassen, denn so leicht kommen die Freunde der Volksmusik nicht davon:

Mit Hilfe der Harmonie- und Rhythmiklehren kann man sehr leicht beweisen, dass das, was im Musikantenstadl, im Frühjahrsfest der Volksmusik oder in der Sendung Willkommen bei Carmen Nebel geboten wird, den einfachsten musikalischen Regeln folgt. Das ist völlig in Ordnung für Kinder, die am Anfang ihrer musikalischen Entwicklung stehen. Für ein Kleinkind ist es hirnphysiologisch gesehen eine reife Leistung, wenn es nach zwei Zeilen, die schon zweimal wiederholt wurden, folgert, dass sie vermutlich noch ein drittes Mal kommen werden. Ein Kind, das einen Refrain erkennt und mitsingt, ist in der Entwicklung seines Gehirns um ein grosses Stück weitergekommen. Wer allerdings auf dieser musikalischen Entwicklungsstufe stehen bleibt, der hat ein grösseres Problem.

Wohlverstanden, ich spreche über Menschen, die ausschliesslich Volksmusik hören, und die einer anspruchsvolleren Musikrichtung nichts abgewinnen können. Selbstverständlich würde auch ich mit Kindern zusammen Volksmusik hören und sogar selbst mitsingen. Allerdings würde ich mir gut überlegen, welche Texte ich den Kindern aus pädagogischer Sicht zumuten will. Denn wenn wir unseren Kindern schon Texte eintrichtern wie "Du musst immer bei mir sein", "Du gehörst nur mir", "Ich kann nicht ohne Dich sein", "Ich bin niemand ohne Dich", dann müssen wir uns nicht wundern, wenn die Scheidungszahlen noch mehr zunehmen und die psychiatrischen Kliniken mit Persönlichkeitsgestörten übervölkert sind.

Ob ein Mensch mit zurückgebliebener musikalischer Entwicklung auch sonst hirnphysiologisch suboptimiert ist, das wäre sicher ein interessantes Forschungsgebiet für Neurologen. Nach meiner subjektiven Empfindung sind Menschen wie Florian Silbereisen, Stefan Mross und Karl Moik tatsächlich krank. Und nicht umsonst nennt man ihre Wirkungsstätte Fernseh-Anstalt.

Die schlimmsten Volksverführer jedoch sind in meinen Augen diejenigen, die musikalisch gesehen "auch anders könnten", und die sich der Volksmusik aus einem einzigen Grund verschrieben haben: Um reich und berühmt zu werden. Soll ich Namen nennen? Nee, wir lassen Francine Jordi, Andy Borg, Peter Räber und Carmen Nebel für heute in Ruhe, oder?

Wer sich jetzt erst mal von meinem Gemeckere erholen muss, der klicke auf www.musikantenstadl.tv, wo er von Andy Borg akustisch mit einer Top-Anleitung zum Verdrängen mittels Alkohol beglückt wird:

Es gibt im Leb'n a Zeit,
Da is' man gern bereit,
Die Sorgen wegzusperrn,
der Musi zuzuhörn.

Da gibt man sich die Hand,
Sitzt gmiatlich beieinand,
A Bretz'n mit einem Bier macht froh,
Und lustig sowieso.

Na, wer sagt's denn? Der gute Andy weiss offenbar, dass nur sorgenvolle Gemüter sich mit musikalischer Ausschussware zumüllen, ganz nach dem Motto:

So Scheisse wie die Musi, die ich hör',
is' mein Leben noch lange nicht, ich schwör'

Und vielleicht hören wir ja eines Tages die logische Konsequenz aus diesem unsäglichen Song:

Es gibt im Leb'n a Zeit,
Da bist Du nicht mehr gscheit,
Da ziehst a Linie rein,
des kann was Feines sein.

Und hast scho einen sitzen,
Noch besser is' a Spritzen,
Die wo die Sorgen killt
Und Deinen Kummer stillt.

Endlich: Der Winter ist da!

So sah es heute, am 23. März 2007, vor meiner Ferienwohnung im Hotel Hornberg aus. Jetzt warte ich nur noch auf schönes Wetter, und dann geht's ab auf die Piste.

Das erste Grundlagen-Seminar nach dem neuen, viertägigen Konzept ist gestern zu Ende gegangen. Mei, macht des Spass! :-)

Donnerstag, 22. März 2007

Genialer Bündner Werber gesucht!

Für mein Leben gern würde ich mal den Bündner Werbefachmann treffen, der so tolle Slogans kreiert wie
Mein Ziel - Savognin
Ob es wohl dasselbe Genie gewesen ist, das die früheren Slogans von Samnaun (mein Traum - Samnaun) und Splügen (Splügen - fast im Süden) verbrochen hat?

Ich würde für mein Leben gern bei diesem Mann in die Lehre gehen und dann sämtliche Bündner Kurorte mit Slogans beglücken. Zum Beispiel:

  • Skifahrer in die Hosa, jetzt geht's ab nach Arosa
  • Davos schön ist, da geht's hin
  • Schön bescheiden - Lenzerheide (reim dich doch, verdammt nochmal!)
  • Mir langt's - i gang nach Ilanz
  • Ich hab da so ein Ziehn, mich zieht's nach Savognin
  • Kein Witz - St. Moritz
  • Schaffst Du's nicht ganz bis in den Süden, bleibst Du halt in dem Scheisskaff Splügen
  • Wirst Du nicht gern von oben nass, machst Ferien Du am Ofenpass
Also, lieber Bündner Werber, bitte melde Dich bei mir, ich würde so gerne von Dir lernen. Ach ja, und vielleicht kann ich mich, wenn ich genug gelernt habe, auch als Hochzeitsdichter anbieten. Denn so etwas will auch gelernt sein:
25 Jahre ist es schon her,
unsere Tochter ist seither gewachsen sehr,
einen jungen Mann hat sie angelacht,
er hat ihr auch lange genug den Hof gemacht.
Jetzt läuten endlich die Hochzeitsglocken juhee,
und Dichten tut einfach manchmal weh.

Freitag, 16. März 2007

Mac ODER Windows? Warum eigentlich ODER?

Wer von Euch besitzt nur einen einzigen Fernseher? Wer hat nur ein Auto? Wer muss sich im ganzen Haus oder in der ganzen Wohnung mit nur einem Badezimmer begnügen? Wer von Euch hat sogar mehr als eine Wohnung?

Und wer besitzt einen einzigen Computer? Eben!

Was ich sagen will: Warum muss ich mich eigentlich mit gutsituierten Menschen immer wieder auf die Diskussion einlassen, ob Mac ODER Windows? Warum hat man nicht einfach beides? Ich bin stolzer Besitzer von vier Mac- und zwei Windows-Rechnern, und ich bin froh, dass ich sie alle habe.

Die Windows-Computer verwende ich für Radionik, die Macs für alles andere. Kürzlich habe ich das Apple-Programm Pages entdeckt, mit dem man tolle Drucksachen herstellen kann. Es kommt zusammen mit Keynote (Powerpoint-hoch-drei!) als Bundle mit Namen iWork daher und kostet sage und schreibe nur etwas über CHF 100.— Da schmeisse ich mein Adobe Indesign für mehr als tausend Franken in eine Ecke!

Also, wer noch einmal über Entweder-Oder diskutiert, der muss seinen Zweit-Fernseher abgeben, und zwar sofort!

Donnerstag, 15. März 2007

Resonanz-Gesetz, heisst das: Projektion verboten?

Als ich mich kürzlich einem Kollegen gegenüber kritisch über George W. Bush äusserte, meinte er: "Du kennst doch das Resonanz-Prinzip, oder? Das bedeutet, du hast Bush mit erschaffen." Ich entgegnete ihm: "Du auch. Und mich hast du auch mit erschaffen. Und ich dich. Und was willst du mir damit sagen? Dass ich mich nicht mit meiner Schöpfung auseinandersetzen darf?"



Ich habe mir selbst schon vor Jahren dieses Eigenverantwortungs-Gelübde unterschrieben:

Ich, Hans-Peter Zimmermann. gelobe hiermit mir selbst, dass ich für mein Leben selbst die Verantwortung übernehme.
Ich weiß, dass alles, was geschieht, einen Sinn und Zweck hat und mir dienlich ist.
Ich gelobe, dass ich bei allem, was geschieht, in mich hineinschaue, um zu entdecken, was der Spiegel mir zeigen will.
Ich übernehme die volle Verantwortung für meine Seele und für meinen Körper.
Da ich jetzt weiß, wie Körper und Seele funktionieren, helfe ich auch anderen Menschen, die sich helfen lassen wollen.
Bedeutet das nun, dass ich mich nicht mehr kritisch über Zeitgenossen äussern darf? Ich denke nicht. Besagter Kollege möchte offensichtlich nur, dass ich meine Projektion in Verdrängung verwandle. Dadurch aber, dass ich mir bewusst bin, dass auch Präsident Bush nur eine Projektion von mir ist, kann ich mich mit den Bush-Anteilen in mir drin auseinandersetzen und damit gute Veränderungen bewirken. Verändern tun wir uns ja immer nur dann, wenn etwas NICHT in Ordnung ist. Darin liegt auch der Grund, warum wir Menschen eher auf negative Nachrichten reagieren als auf positive. Beim Negativen gibt es etwas zu tun, beim Positiven besteht kein Handlungsbedarf.

Fazit: Projektion ist nur dann ein Verbrechen, wenn sie einem nicht bewusst ist, d.h. wenn sie dazu dient, die Veränderung bei einem selbst zu verhindern. Genau das aber tut mein Kollege, wenn er von mir verlangt, dass ich einen auf "heile Welt" mache.

Montag, 12. März 2007

Video-Handbuch zum Therapie-System Physiotron

Ich habe ja schon zu einigen Therapie-Systemen ein Video gedreht, und ich möchte hier nochmals betonen, dass es mir nie darum geht, für ein bestimmtes Produkt Werbung zu betreiben.


Vielmehr möchte ich den Therapeuten unter Euch helfen, sich im Dschungel der verschiedenen Therapie-Systeme etwas besser zurecht zu finden. Ausserdem habe ich mit diesen Videos eine einfache Möglichkeit an der Hand, die Therapeuten, die in meinem Institut arbeiten, schnell und einfach in den vorhandenen Systemen zu schulen.

Hier ist also das neueste Video. Es dauert 25 Minuten, darf gratis betrachtet und weiterverbreitet werden, und handelt vom Induktions-Therapie- und Radionik-System Physiotron CellCommunicator. Es soll in erster Linie eine Art elektronisches Handbuch sein, kann aber durchaus auch als Kaufentscheidungs-Hilfe dienen.

Hier ist der dreiminütige Video-Trailer dazu.


Weitere Therapie-Systeme, die ich im Video vorgestellt habe:

http://www.hpz.ch/copenradionik
50minütiges Video über die Bedienung des HighTech-Radionik-Systems Copen Mars-III. Auch als Kaufentscheidungs-Hilfe gut geeignet.

http://www.hpz.ch/therapieresistenz
Das Video über Therapie-Resistenz in der Psychotherapie und den Einsatz des Medisend-Super-Geräts von Dr. Wolfgang Ludwig in der Psychotherapie.

http://www.hpz.ch/colorpuncturvideo
Das Video über die Bedienung von Dr. Wolfgang Ludwigs Colorpunctur-Gerät.

Switzerland is so cool...

Da bin ich kürzlich in der Weltwoche über einen Artikel zum Thema Swissmint gestossen. Nein, dabei handelt es sich nicht um eine Schweizer Pfefferminzbonbonfabrik, sondern um die gute alte Einrichtung, die früher einmal Eidgenössische Münzprägeanstalt hiess.

Ich find's ja cool, wenn CEOs ihren Corporate Structures ein Design verpassen, aber muss die Bundesverwaltung so etwas auch mitmachen?

Ich kann nur hoffen, dass in Europa nie wieder ein Krieg ausbricht, denn der General der Schweizer Armee würde sich heutzutage mit Sicherheit Swiss Termination CEO nennen. Wenn die Todesstrafe wieder eingeführt würde, dürften die Henker den Titel FEO (First Execution Officer) tragen, und natürlich wären sie in der Swisselec organisiert, der Swiss Electric Chair Operators' Union. Deren Schwester-Gewerkschaft würde dafür sorgen, dass COOs (Crematory Oven Operators) mit 58 Jahren pensioniert würden, wegen Burnout.

Herr Zimmermann, haben Sie noch einen letzten Wunsch?
Up yours, baby!



Dienstag, 6. März 2007

163 Seiten spannende und unterhaltsame Gratis-Lektüre


Wie Ihr vermutlich wisst, könnt Ihr meinen beliebten Power-Letter jederzeit hier nachlesen, und zwar bis zurück zur ersten Ausgabe 1998.

Der Nachteil: Nach ein paar Jahren, oder bei nachlässigen Webmastern schon nach ein paar Monaten, sind die Links veraltet oder führen ins Leere.

Dieses Problem versuche ich zu lösen, indem ich von Zeit zu Zeit ein "Best of" veröffentliche. Das ist jetzt wieder der Fall: Das Best of Powerletter 81 bis 100 ist ein 163seitiges Gratis-PDF, und ich habe sämtliche Links per 6.3.2007 aktualisiert. Viel Spass beim Lesen!