Soeben habe ich auf CNN ein längeres Interview gesehen, dass Fareed Zakaria mit Bill Gates geführt hat. Und ich muss sagen: Ich bin beeindruckt. Zwar wusste ich bereits, dass Bill Gates den grössten Teil seines riesigen Vermögens in philantropische Projekte investiert. Aber die Details habe ich erst jetzt aus seinem Mund erfahren.
Und besonders sympathisch finde ich auch, dass er nichts davon hält, seinen Kindern ein grosses Vermögen zu vererben. Das nenne ich wahre Liebe, denn wenn jemand seinen Kindern viel Geld hinterlässt, bringt er sie um wichtige Erfahrungen und damit indirekt "ums Leben".
Nun ist mir natürlich auch klar, dass es kritische Stimmen gibt, die Bill Gates vorwerfen, das Ganze sei nur eine Episode im Spiel um die Macht. Und wenn ich Bill Gates wäre, würde ich so antworten:
"Was wollt Ihr von mir? Hätte ich gar nie auf die Welt kommen dürfen? Und als ich die Chance bekam, für IBM ein Betriebssystem zu entwickeln, hätte ich nein sagen sollen? Hätte ich das Betriebssystem gratis abgeben sollen? Und jetzt, wo ich mein Geld verschenken will, sollte ich es lieber behalten? Mein Gott, ich weiss, dass das alles ein Tropfen auf einen heissen Stein ist. Aber mir gibt es ein gutes Gefühl, diesen Tropfen fallen zu lassen. Und was gibt Euch ein gutes Gefühl?"Es ist doch wirklich eine verkehrte Welt: Kotzbrocken wie Donald Trump dürfen tun und lassen, was sie wollen. Nur diejenigen Leute, die echten Mehrwert bieten, sind ständig unter Beschuss. Und gerade in Deutschland ist man besonders schnell zu Kritik bereit, wenn jemand gross wird (siehe auch die ewige Kritik an Google). Liegt das daran, dass man sich dort besser an das Nazi-Regime erinnert und vermeiden möchte, dass das wieder passiert?
Dazu möchte ich sagen: Leute, Ihr müsst auf die ganz Dummen besser acht geben. Das sind die Gefährlichen, nicht die blitzgescheiten IT-Unternehmer. Und wenn ein Politiker lieber Waffen kauft anstatt die Steuergelder in die Ausbildung zu investieren, das sind die Zeichen, die uns stutzig machen sollten.

1 Kommentare:
Ich gebe zu; "Philanthropie" musste ich erst mal bei Wikipedia nachschlagen. Aus welchen Gründen Bill Gates dies tut kann ich nur vermuten.
Naja, ich bin Sachse und alle die zu groß werden sollten gründlich und fortlaufend geprüft werden.
Natürlich, wir müssen auf die Dummen besser acht geben. Sie sind der Indikator für Gefahr. Wenn sich ganzen Nationen von einer Sache abhängig machen bringt dies immer latente Bedrohungen mit sich.
Auch Sie, Hans-Peter, benutzen lieber den angebissenen Apfel. Aus welchen Gründen auch immer?
LG, towei
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